Charisma – Gnadengabe oder lernbar?

Das Wort Charisma kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Gnadengabe“. Es wurde in der Antike als göttliche Eingebung verstanden, die Führungspersönlichkeiten und Herrscher mit einer besonderen magischen Energie ausstattete. Heerführer, wie z.B. Alexander der Große, begründeten ihre Erfolge damit, daß die Götter ihnen gnädig seien und ihnen „Charisma“ verliehen.

Inzwischen hat sich auch die moderne Psychologie dem Phänomen „Charisma“ angenommen und es wissenschaftlich aufgearbeitet. Wem es gelingt auf seine Umwelt einzugehen, sich in die Lage seiner Mitmenschen zu versetzen, Traurige aufzumuntern, Fleißige zu loben, Sorgenvolle abzulenken und Stille aus der Reserve zu locken, entwickelt Ausstrahlung. Charisma entsteht aus einer Mischung aus Glauben an sich selbst und gewinnenden und sympathischen Auftreten.

Sie sehen also, Charisma ist keine göttliche Eingebung. Ausstrahlung und Charisma können sich entfalten, wenn gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sind. Ich sage ganz bewusst Rahmenbedingungen, weil es den Königsweg zur perfekten Ausstrahlung sicher nicht gibt.